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Das Kulturassistenten-Programm


Ziele des Programms

Im Mai 2007 hat das Präsidium des ifa ein Positionspapier mit dem Titel "Vom Problem zum Potenzial" zur weiteren Entwicklung der Minderheiten-Arbeit angenommen. Ziele der neuen Verfahren und Standards, die das ifa bereits in mehreren Bereichen der Minderheitenförderung gesetzt hat, sind:
Minderheiten in einer zukunftsgerichteten Rolle als kulturelles Bindeglied zu stärken und auch für eine stärkere außenkulturpolitische Rolle vorzubereiten,
 Minderheiten dabei zu unterstützen, sich in Willensbildungsprozesse einzuschalten und Entscheidungsbildungsprozesse mitzugestalten,
•  bürgerschaftliches Engagement in den Regionen zu begleiten und damit demokratisches Verhalten zu unterstützen,
die Attraktivität von Regionen mit hohen Minderheitenanteilen durch das Aufzeigen kultureller Vielfalt und gesellschaftlicher Interaktion zu erhöhen.

Das Kulturassistenten-Programm unterstützt diese Ziele in besonderer Weise und folgt dabei dem Subsidiaritätsprinzip. Es ist passgenau auf die jeweiligen Potenziale der aktiven Vereine der deutschen Minderheit zugeschnitten und fördert deren weitere Professionalisierung und Zukunftsfähigkeit durch die Grundsätze "Potenziale heben – Partizipation erhöhen – Veränderungskräfte unterstützen" nachhaltig, gezielt und wirksam.

Das neue Kulturassistenten-Programm vereint in einem integrativen Ansatz berufsbildende Maßnahmen, Praxisorientierung, Nachwuchsförderung und Qualifizierung.

Bei Fragen zum Programm wenden Sie sich bitte an Katharina Weigel (weigel(at)ifa.de)

2012 sind Kulturassistenten an folgenden Orten tätig:

in Polen
Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft Breslau
Deutsche Gesellschaft Natangen

in Rumänien
Kinder- und Jugendzentrum Seligstadt e.V.

in Serbien
Deutscher Humanitärer Verein St. Gerhard

in der Tschechischen Republik
Antikomplex Prag

Programmbeschreibung

Das Kulturassistenten-Programm ist ein projektbezogenes Förderprogramm für Vereine, Verbände und Redaktionen der Deutschen Minderheit und für Nachwuchskräfte der DMi im Kultur­management und aus der Jugendbildung.
Das Programm leistet einerseits einen Beitrag zur Unterstützung der Entwicklung der Institutionen der deutschen Minderheit und andererseits zur praxisnahen Qualifizierung und länderübergreifenden Vernetzung  junger Nachwuchskräfte.

In einem Zeitraum von mindestens sechs Wochen bis zu höchstens acht Monaten erhält ein Kulturassistent / eine Kulturassistentin ein Stipendium und auf Antrag Projektgelder, um an der antragstellenden Organisation ein besonderes Projekt oder ein Entwicklungsvorhaben im Kultur- oder Jugendbereich durchzuführen.
Die Verantwortung für die Durchführung und den Erfolg der Programmlaufzeit liegt weitestgehend in der Hand der Institutionen und der Kulturassistenten/innen.

Die Stipendiaten/innen werden vom ifa während der Programmlaufzeit durch ein Einführungstreffen, verschiedene Qualifizierungsangebote und individuelle Beratung bei der Planung und Durchführung der Projekte begleitet.

Leistungen des ifa

  • Stipendium in Höhe von bis zu 500€ monatlich über einen Zeitraum von mindestens 6 Wochen bis maximal 8 Monaten.
  • Einführungstreffen für die Stipendiaten/innen.
  • Individuelle Qualifizierungsangebote für die Stipendiaten/innen.
  • Bilanzierungsgespräch nach Abschluss aller Projekte innerhalb des Programms.
  • Basisfinanzierung (maximal 70% der Projektkosten und bis insgesamt 2000€) für Entwicklungsvorhaben und Projekte auf Antrag.

Voraussetzungen/ Leistungen der antragstellenden Organisationen

  • Der Antragsteller ist ein Verein, Verband oder eine Redaktion der deutschen Minderheit aus Ländern in Mittel- oder Osteuropa oder eine Organisation in diesen Ländern, die eng mit der deutschen Minderheit zusammenarbeitet.
  • Der Antragsteller plant ein Entwicklungsvorhaben oder hat eine Projektidee, für welche er zeitlich befristet zusätzliche personelle und finanzielle Unterstützung benötigt.
  • Der Antragsteller gewährleistet die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes und von Kommunikationsmitteln (Computer, Telefon, Mailadresse) samt anfallender Kosten sowie die Anteilsfinanzierung von mindestens 30% der Kosten des Entwicklungsvorhabens oder des Projekts.
  • Der Antragsteller benennt einen Ansprechpartner in der Gastinstitution, der den Stipendiaten /die Stipendiatin einarbeitet und während der Stipendienlaufzeit beratend zur Seite steht.
  • Der Antragsteller nimmt den Stipendiaten/die Stipendiatin in die Strukturen der Institution auf und lässt ihn / sie an Teamsitzungen und Besprechungen teilnehmen.
  • Der Antragsteller gewährleistet, dass der Stipendiat /die Stipendiatin NICHT in die tägliche Arbeit und Linienaufgaben der Institution eingebunden wird, um seine / ihre Kapazitäten vollständig dem Projekt oder Entwicklungsvorhaben zu widmen.
  • Der Antragsteller gewährleistet die eigenständige Auswahl des Stipendiaten / der Stipendiatin  in einem offenen Bewerbungsverfahren mit einer Auswahlkommission. 

Voraussetzungen für die Kulturassistenten/innen

  • Nachwuchskraft aus der DMi oder aus deren Umfeld.
  • Sehr gute Deutschkenntnisse.
  • Bereits erste praktische Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Jugend-, Kultur- oder Medienprojekten.
  • Interesse, sich längerfristig in der Institution zu engagieren. 

Zeitlicher Ablauf

Interessierte Vereine, Verbände oder Redaktionen der Deutschen Minderheit in Mittel- und Osteuropa melden bis zum 15. November 2012ihren Bedarf beim ifa an. Das ifa verschickt daraufhin gegebenenfalls das Formular zur Beantragung eines Stipendiaten / einer Stipendiatin.

Bis zum 31. Januar 2013 entscheidet das ifa – vorbehaltlich der Mittelbewilligung durch das Auswärtige Amt – über die Förderung der Entwicklungsvorhaben und Projekte und teilt die Entscheidung den Antragstellern mit.

Im Februar 2013 schreiben die ausgewählten Organisationen das Stipendium öffentlich aus und wählen einen Kandidaten / eine Kandidatin aus.

Je nach Programmlaufzeit nimmt der Kulturassistent / die Kulturassistentin ab dem 01. März 2013 seine Tätigkeit in der Gastinstitution auf.

Die Kulturassistenten/innen arbeiten zusammen mit ihrer Gastinstitution verbindliche Ziele aus, die das Entwicklungsvorhaben bzw. das Projekt skizzieren und die Phasen der Programmlaufzeit (Meilensteine) genau benennen.

In einem gemeinsamen Einführungstreffen 2013 kommen die Stipendiaten  zusammen und erhalten vom ifa eine Einführung in das Projektmanagement und die Antrags- und Abrechnungsmodalitäten. Das Treffen hat zum Ziel, sich und das Programm kennen zu lernen und klare Ziele für alle Beteiligten festzusetzen.

Die individuellen Qualifizierungsangebote für die Stipendiaten/innen werden entweder vom ifa organisiert oder nach Bedarf von den Stipendiaten/innen individuell selbst organisiert.

Mögliche Fortbildungen sind: Führung und Motivation von Jugendgruppen und ehrenamtlichen Teams, Moderationsmethoden, Zeitmanagement, Konfliktmanagement, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit sowie Train-the-Trainer-Seminare.

Zum Programmabschluss findet ein Bilanzierungsgespräch mit dem Stipendiaten / der Stipendiatin und der Gastinstitution statt, bei dem Erfolge und Schwächen des Programms ausgewertet werden.



Die ifa-Kulturassistenten 2012





Die ifa-Kulturassistenten 2009/2010




Die ifa-Kulturassistenten 2008/2009 beim Abschlussseminar in Budapest





Die ifa-Kulturassistenten 2007/2008 beim Einführungsseminar in Stuttgart



Die ifa-Kulturassistenten 2006/2007
Foto: michaelfuchs-fotografie.de


 

 
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