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Ausstellungsdauer
ifa-Galerie Stuttgart
24.01. – 29.03.2003
ifa-Galerie Bonn
18.06. – 10.08.2003


ifa-Galerie

Handelsrouten | Kulturwege

Die Seidenstraße

Künstler/innen




links: Doupin, handgewebte Leinwand aus Seide
rechts: Zhang Satin,
brauner gemusterter Seidensamt
© Fotos: die arge lola, Stuttgart
Seidenkarawane; aus dem Katalanischen Atlas Karls V., 1375, erstellt unter dem Eindruck von Marco Polos Bericht
© Foto: Bibliothèque national de France, Paris

 

Die alten Handelswege wie die Gewürzstraße, die Salzroute durch Westafrika und die Seidenstraße vom Mittelmeer durch Zentralasien nach China waren nicht nur die wichtigsten internationalen Transportwege für Waren, sondern auch die Wege der Kommunikation, über die Informationen über fremde Welten ausgetauscht wurden.

Während Marco Polo noch jahrelang unterwegs war, um ins Reich der Mitte und mit spektakulären Neuigkeiten zurück zu gelangen, werden die Informationen heute per Internet in Bruchteilen von Sekunden ausgetauscht. Seide wurde als Zahlungsmittel benutzt, die Seidenstoffe, die mit den Karawanen ins Abendland gelangten, wurden mit Gold aufgewogen; heute dient die im Wiederaufbau begriffene Seidenstraße vor allem dem Transport von Opium, dem Geschäft mit Öl und dem Tourismus: Zahlreiche organisierte Reisen entlang der Seidenstraße tragen bei zur Wiederbelebung der Seidenstraße als Weg des Kulturaustauschs! Der Landweg zwischen Europa und Ostasien scheint wieder bedeutsam zu werden.

In der Ausstellung sowie im Katalog wird in einem dokumentarischen Teil Einblick gegeben in die Entwicklung und Bedeutung der Seidenstraße bis zur Gegenwart; Wert, Schönheit und Sinnlichkeit von Seide, noch heute Inbegriff von Luxus, wird fühlbar dargestellt. Künstlerinnen und Künstler setzten sich mit einzelnen Aspekten der Seidenstraße auseinander, insbesondere mit Fragen des Reisens, des Waren- und Informationsaustausches sowie mit der Rezeption des Fremden in Europa.

In der ifa-Galerie Stuttgart wird im Zentrum stehen die Installation "Neue Seidenstraße" von Qin Yufen, der in Berlin lebenden chinesischen Künstlerin; sie thematisiert das Reisen ebenso wie Zitta Sultanbaeva und Ablikim Akmullaev aus Kasachstan in der Video-Installation "The Asian Route" und Klaus Kühn in seinen Fotoserien über Kashgar, einen der wichtigsten Knotenpunkte auf der Seidenstraße. Die Videoarbeit "Horseman" der in Teheran gebürtigen, in Rotterdam lebenden Künstlerin Nasrin Tabatabai hinterfragt unseren Umgang mit dem Fremden, während Marita Damkröger in ihrer Video-"Talkshow" u. a. eine Europäerin und eine Asiatin über Informationsaustausch mittels neuer Medien diskutieren lässt. Die Beschleunigung der Informationsübertragung und -vermittlung, die ehemals über die Reisenden und heute in Sekundenschnelle über das Internet erfolgt, kann der Besucher online selbst erfahren: eine unübersehbare Menge an Informationen aus den Ländern entlang der Seidenstraße steht überall und immer zu Verfügung.



 

 
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