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Gouache aus der Serie "turbulenzen"
1983

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Die Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen e.V. umfasst insgesamt 31 Arbeiten – Werke der achtziger und der frühen neunziger Jahre. Sie ist keine Retrospektive, ein Ausschnitt nur aus Graubners Lebenswerk, das in den fünfziger Jahren begann und sich immer weiter entwickelt. Alle Stile, die wir aus dieser Zeit kennen, von ZERO bis zu den neuen Wilden, sind spurlos an den Arbeiten von Gotthard Graubner vorübergegangen. Wie kaum ein anderer deutscher Gegenwartskünstler hat sich Graubner in seinen ungegenständlichen Bildern mit dem Medium Farbe auseinandergesetzt. Er lässt die Farbe unabhängig von gegenständlicher oder thematischer Einbindung ein Eigenleben entfalten. In jedem Werk entwickelt sich aufs Neue die chromatische, manchmal auch polare Spannung der Farben, weitet sich die Farbe vom zweidimensionalen Grund zum Farbraum. So entstehen fein differenzierte Farblandschaften, die Farbe und Raum in Gedanken, Begriff und Erscheinung zugleich anschaulich werden lassen. Aus zahllosen Schichten und Lasuren bauen sich seine pulsierenden Bilder auf, die er auch als malerische Organismen betrachtet. Die Entwicklung seines Werkes, ausgehend vom zweidimensionalen Farbraum, führt über Farbkörper (Kissenbilder) und reicht bis zu den sogenannten Nebelräumen sowie der von Graubner eigens eingeführten Bildgattung der Farbraumkörper.

Graubner bewegt sich auf seiner Gratwanderung ohne sicherndes Netz. Er hat alle ihn als Maler absichernden Kategorien verlassen, er hat alles, selbst das Bild, preisgegeben, um in den Bereich reiner Anschauung vorzudringen, in dem auch dem Betrachter nichts anderes übrigbleibt, als zu sehen.

Ausstellungskatalog
Gotthard Graubner
– Stuttgart: Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), 1997. – 83 S. – bestellen

 

 
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